Von schwarzen Schafen und Sanni Sundays

Posted by on Nov 28, 2019 in News, Sannis Leben | No Comments

Woher kommt eigentlich der Black Friday, und warum müssen alle mitmachen?

Black Friday wohin man schaut – und das jedes Jahr stärker. Die Schnäppchen-Jagd ist eröffnet. (Fast) alle machen mit, und ich frage mich: Warum? Und: Was hat das eigentlich mit uns zu tun?

Dass dieser Brauch aus den USA kommt, weiss man ja. Das amerikanische Erntedankfest (Thanksgiving) fällt immer auf den vierten Donnerstag im November. Der darauffolgende Freitag ist ein beliebter Brückentag, der dort von vielen für ihre Weihnachtseinkäufe genutzt wird.

Woher aber der Name Black Friday?

Dazu gibt es mehrere Theorien: Einige meinen der Name komme davon, dass die Menschenmassen auf den Strassen in den US an diesem Tag wie eine einzige schwarze Masse erscheinen. Er könnte auch eine Anspielung auf das Chaos nach dem Börsencrash von 1929 sein, als viele Menschen noch ihre Ersparnisse in letzter Minute von den Banken zu retten versuchten, und daher ebenso chaotisch und massenweise umherliefen.

Eine weitere Theorie besagt, dass an diesem umsatzstarken Tag die Händler die Chance hatten, aus dem Minus herauszukommen – also statt roter Zahlen schwarze zu schreiben. Auch nicht gerade eine positive Assoziation…und dann gibt es noch andere Theorien  – egal, der Name ist und bleibt ein Mythos.

Zu uns kam der Black Friday zunächst  über den IT-Riesen Apple. Apple war 2006 das erste Unternehmen, das hier zum Black Friday mit Rabatten warb. Den Namen Black Friday verwendete Apple aber bei uns zunächst nicht, sondern sprach von einem „eintägigen Shopping Event“. Dieses gewann in den Folgejahren schnell an Bekanntheit. 2017 kannten bereits 89 Prozent (!) aller Deutschen den Black Friday!

Wie auch immer – all das hat mit unserem Leben eigentlich ursprünglich rein gar nichts zu tun. Und dennoch – die „Hysterie“ hat auch hier groteske Züge angenommen. So war ich letztes Jahr 2 Tage VOR dem Black Friday in einem angesehenen Damen-Moden-Geschäft auf der Zürcher Bahnhofstrasse. Ich sah ein Kleid, das mir gefiel. Die Verkäuferin bemerkte mein Grübeln (soll ich – soll ich nicht ??), kam auf mich zu, und wispelte mir  – streng vertraulich –  ins Ohr: „Kleiner Tipp: kommen Sie doch übermorgen, da kostet es die Hälfte“. Zugegeben, das Kleid war nicht ganz günstig, aber ich war nahe dran, es zu kaufen. Es war gar nicht der Preis, der mich zweifeln hatte lassen, sondern mehr die Frage, ob ich es bräuchte. Zwei Tage später war ich nicht mehr in der Nähe, und gleich zu kaufen hatte ich dann auch keine Lust mehr.

Mit dem Blick auf das Schnäppchen von übermorgen, hatte es für mich an Wert verloren.

Grotesk auch die Panik vieler Händler, unbedingt mitmachen zu müssen. Wer sagt denn, dass man mehr verkauft, wenn es alle auf einmal machen? Bekomme ich dann wirklich die Aufmerksamkeit, die ich mir wünsche? Kaufen wir dann wirklich, was wir brauchen? Und: Wie wäre es mit antizyklisch denken?

Oder ganz neue Ideen zu entwickeln, wie das Schuhhaus Walder, das am Black Friday letztes Jahr von jedem (zum regulären Preis!!) gekauften Paar Schuhe ein Stoff-Schaf für  benachteiligte Kinder spendete.  Das nenne ich mal eine gute Idee, und die fällt sicher mehr auf, als den 10.000sten Rabatt am gleichen Tag zu gewähren. Ich gebe es zu, ich mag es lieber individuell, ich mag auch keine Muttertage, um Mütter zu ehren.

Aber so ein Rabatt hin und wieder vor Weihnachten – dem kann ich dann doch nicht widerstehen – nobody is perfect ;o)

Wie hätte ich es denn selbst am liebsten?  Sonntags am Sofa günstiger shoppen  – entspannt, und ganz ohne, dass ich mich in der „schwarzen Menschenmenge“ durchkämpfen muss. Und darum gibt es ab kommenden Sonntag mit dem Code „SanniSunday“ jeweils bis Weihnachten 24% Rabatt im Shop https://shop.sannishoo.com/ .

Und der gilt nicht nur für schwarze Schafe, sondern für alle, die diesen Blog-Beitrag bis zu Ende gelesen haben, gerne nützliche Dinge schenken oder diesen Beitrag teilen möchten…

Sanni Sundays anstatt schwarze Schafe bei Sanni Shoo